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Citroën DS. Das göttliche
Jahrhundertauto
Fotos Daniel Denis, Text Thibault Amant, deutsche Bearbeitung Ulrich Knaack
176 Seiten, fester Einband, Motorbuch Verlag, Stuttgart 2007
ISBN 978-3-613-02750-3
Preis:
45,00 EUR. |
Göttliche
Lektüre
von Halwart Schrader (Auszug aus Hydraulische Presse 1-07)
Ich weiß es als „Buch-Macher“ aus
Erfahrung: Nicht immer können die in den Verlags-Ankündigungen
genannten Termine eingehalten werden. Für dieses DS-Buch
war Ende Februar genannt (große Verlage liefern nur einmal
monatlich aus; bei den Paul Pietsch Verlagen ist das jeweils
der letzte Werktag im Monat). Doch hier war es bereits am 31.
Januar 2007 soweit, „Citroën DS – Das Göttliche
Jahrhundertauto“ lag schon am 1. Februar bei den ersten
Buchhändlern aus. Applaus!
Der Untertitel des Werkes stammt übrigens von Ulrich Knaack, Ihnen wohlbekannt
als Autor und Seele des FGV-Verlages. |
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Er war es auch, der das in Frankreich bereits in dritter Auflage
befindliche und mit dem Grand Prix 2006 des schönsten Buches
beim „Festival Automobile Internationale“ ausgezeichnete
Werk übersetzte. Übersetzen ist dabei eigentlich nicht
der richtige Begriff, denn das seit September 2005, pünktlich
zum 50. DS-Jubiläum vorliegende Buch, glänzte von Anfang
an durch seine frischen, authentischen und aktuellen Fotos von
Daniel Denis. Der Text des Journalisten Thibault Amant fiel demgegenüber
qualitativ etwas ab.
Ich bin wieder einmal beeindruckt von der Detailkenntnis des Übersetzers.
So gab es in der französischen Ausgabe beispielsweise eine
ID (D Super) in Pallas-Ausführung, die ab Werk leider nie
gebaut wurde. Dem Designer Bertoni wurde auch eines der wenigen
Außendetails, die nicht von ihm stammen, der Trompetenblinker
nämlich, zugesprochen. Und als Kennzeichen der allerersten
DS 19 wurde der Höhenverstellhebel der Hydraulik bezeichnet – dabei
besaßen gerade die allerersten Modelle bis Februar 1956 dieses
Feature nicht.
Diese Beispiele mögen genügen. Sie werden solche Flüchtigkeitsfehler
oder Ungenauigkeiten in Ulrich Knaacks deutschem Text nicht mehr
finden. Eine Meisterleistung, dass dabei der leicht plaudernde
Sprachduktus des französischen Autors erhalten blieb. Denn
dieses Buch ist auch in Deutsch immer noch eine Übertragung
des Originals. Ulrichs eigenes Buch über die Göttin (ich
wünsche mir so etwas, wenn ich das hier äußern
darf), fiele wohl textlich genauer und weitaus umfangreicher aus.
Auch die Layouter vom Team Arnold in Vaihingen leisteten Großes,
indem sie das großzügige und konsequent durchgezogene
Layout des bei ETAI erschienenen Originals weitgehend übernahmen.
Nur im ersten Kapitel, durch die unterschiedlichen Textlängen
der verschiedenen Sprachen notwendig, passte man das Layout behutsam
an.
Insgesamt, das lässt sich klar sagen, ist dies kein DS-Buch,
das in irgendeiner Form den Anspruch stellt, Neues zu bringen.
Die großen Standardwerke und deren Autoren werden sogar im
Vorwort von den Verfassern genannt. Doch dieses Buch bietet mit
spannenden Fotos einen klar gegliederten, straff eingeteilten und
damit verständlichen Überblick über die Modellpalette
der DS und ID. Gemäß dem Anspruch des Fotografen spielen
dabei neben den Serienmodellen, von denen jeweils nur ein Exemplar
als Beispiel abgelichtet ist, vor allem die Sondermodelle auf DS-Basis
eine große Rolle. Vom Frua-GT über die verkürzten
Rallye-DS bis zu den „Dinosauriern“ von Michelin und
Tissier ist hier alles vereint, natürlich auch die große
Palette der schwülstigen Chaprons.
Zusammengefasst: Die deutsche Ausgabe des bekannten Standardwerks
ist
die genauere und damit bessere Version. Zum Auto selbst und seiner
Rolle in der Automobilgeschichte braucht an dieser Stelle nichts
weiter gesagt zu werden, der Untertitel
spricht für sich.
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